JARA-SOFT: Zukunftsmaterialien im Fokus
Von 2015 bis 2025 forschten und arbeiteten Wissenschaftler:innen des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen gemeinsam in der Sektion JARA-SOFT an sogenannter Weicher Materie.
Die Moderne ist das Zeitalter der „Weichen Materie“: Polymere, kolloidale und amphiphile Systeme sowie Emulsionen begegnen uns in Kunststoffen, Biotechnologie und Medizintechnik. Ihre besonderen Eigenschaften eröffnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Weiche Materie umfasst synthetische und biologische Makromoleküle sowie komplexe Systeme auf Nano- und Mesoskala. Das interdisziplinäre Forschungsfeld verbindet Chemie, Physik, molekulare Biologie und Ingenieurwissenschaften. Ziel ist es, Materialien mit maßgeschneiderten Funktionen und adaptiven Eigenschaften zu entwickeln, zu untersuchen und einzusetzen.
Eine besondere Rolle spielen dabei dynamische Nichtgleichgewichtszustände und Systeme, die aktiv auf ihre Umgebung reagieren — durch Feedbackmechanismen und „Gedächtnis“-Effekte.
JARA-SOFT bündelt die Kompetenzen aus drei Bereichen:
- Aufbau komplexer Materialien
- Quantitatives Verständnis ihrer Eigenschaften und Prozesse
- Systemintegration
Zur Fokussierung der JARA wurde die Sektion JARA-SOFT nach 10 erfolgreichen Jahren geschlossen. Doch die Zusammenarbeit wird darüber hinaus in anderer Weise fortgeführt.