Grüner Wasserstoff zwischen Forschung und Industrie
Klaus Ohlig von thyssenkrupp nucera bei den JARA-ENERGY Talks
Grüner Wasserstoff gilt weltweit als Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität und steht im Fokus intensiver Forschung sowie industrieller Entwicklung. Vor diesem Hintergrund fanden am 8. Januar 2026 zum 14. Mal die JARA-ENERGY Talks statt. Im SuperC der RWTH Aachen verfolgten rund 50 Gäste die Ausführungen von Klaus Ohlig, Chief Technology Officer von thyssenkrupp nucera, der Einblicke in aktuelle und zukünftige Elektrolysetechnologien für die Wasserstofferzeugung gab.
Ohlig stellte thyssenkrupp nucera als weltweit führenden Anbieter von Elektrolysetechnologien vor und zeigte auf, wie das Unternehmen seine langjährige chemie- und verfahrenstechnische Expertise gezielt für industrielle Großprojekte im Gigawattmaßstab einsetzt. Ein besonderer Fokus lag auf der alkalischen Wasserelektrolyse, deren modularer und skalierbarer Aufbau niedrige Wasserstoffgestehungskosten sowie eine hohe Betriebssicherheit ermöglicht. Ergänzend erläuterte er Investitionen in weiterführende Technologien wie die druckalkalische Elektrolyse und die Hochtemperatur-Elektrolyse (SOEC), mit denen die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gestärkt werden soll.
Darüber hinaus ordnete der Vortrag die aktuellen Markt- und regulatorischen Rahmenbedingungen ein und machte deutlich, dass Europa trotz bestehender Unsicherheiten derzeit als attraktivster Markt gilt. Abschließend betonte Ohlig, dass trotz einer aktuellen Marktabkühlung bis 2030 ein deutliches Wachstum der globalen Kapazitäten für grünen Wasserstoff erwartet wird.
In der anschließenden offenen Diskussion wurden zahlreiche interessierte Rückfragen aus dem Publikum gestellt, die der Referent ausführlich beantwortete.