JARA-HPC Organisation

Mit Simulation Laboratories und Querschnittsgruppen zum Erfolg

Die Sektion JARA-HPC ist so organisiert, dass sie Fragestellungen aus der interdisziplinären Forschung aufgreifen und unter Nutzung von Höchstleistungsrechnern in wirtschaftlich relevanten Zeiträumen beantworten kann. 

Die wichtigsten Einrichtungen dieser Organisation (siehe Grafik) sind die sogenannten Simulation Laboratories (SimLabs) und Cross Sectional Groups (CSGs).

Simulationslaboratorien (SimLabs)

In den letzten Jahren wurde zunehmend deutlich, dass die Anwendersoftware in rechnergestützen Forschungsgebieten hinter den Hardware-Entwicklungen für Hochleistungsrechner hinterherhinkt. Es gibt zwar weltweit mehrere Petaflop-Höchstleistungsrechner, es wird jedoch immer schwieriger, sie mit einzelnen Anwendungen effizient zu nutzen. In diesem Zusammenhang sind große Anstrengungen gefordert, um Anwendern in diesen Wissenschaften die Lösung hochkomplexer wissenschaftlicher Probleme durch den Einsatz von Höchstleistungsrechnern der neuesten Technologie zu ermöglichen. 

Dieser Herausforderung tritt JARA-HPC gemeinsam mit dem Jülich Supercomputing Centre (JSC) entgegen: In den sogenannten Simulationslaboratorien (SimLabs) verbinden wir fachspezifische Forschung mit den notwendigen Methoden für das hochparallele Rechnen auf Hoch- und Höchstleistungsrechnern. Drei solcher SimLabs sind momentan in JARA-HPC eingerichtet:

Cross Sectional Groups (CSGs)

In den Cross-Sectional Groups (CSGs) sind methodische Aktivitäten gebündelt, die für die Nutzer von Hochleistungsrechnern aus unterschiedlichsten Disziplinen von Bedeutung sind. So unterstützen beispielsweise Mitarbeiter des CSG "Immersive Visualization" unter anderem Neurowissenschaftler der Sektion JARA-BRAIN bei der Erforschung des menschlichen Gehirns.

Bislang arbeiten wir in zwei Cross-Sectional Groups in den Bereichen

CSG "Immersive Visualization"

Entwicklung von Algorithmen zur immersiven und interaktiven sowie zur räumlich verteilten und kooperativen Visualisierung und ihre Implementierung in die ViSTA Software-Umgebung.

und

CSG "Parallel Efficiency"

Entwicklung von Algorithmen zur Analyse und Steigerung der Leistung paralleler Programme und ihre Implementierung in Tools wie z.B. Scalasca und SIONlib.

Seed Funds

Bereits im Zukunftskonzept I hat sich das Instrument der Seed-Funds für die Förderung vielversprechender, aber noch nicht drittmittelfähiger Projekte bewährt. 

Aus diesem Grund hat JARA-HPC im Rahmen des Zukunftskonzeptes II erneut insgesamt 750.000 Euro für Seed-Fund Projekte zur Verfügung gestellt. Diese Send-Fund Gelder konnten im Frühjahr 2014 von Wissenschaftlern der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich gemeinsam eingeworben werden. 

Insgesamt rund 23 Projektanträge mit einem Antragsvolumen von rund 5,1 Mio. Euro wurden von externen Gutachtern bewertet. Fünf der besten Anträge erhalten für die Laufzeit von 18 - 24 Monaten ein Fördervolumen von jeweils 125.000 bzw. 250.000 Euro.  

Folgende Seed-Fund Projekte werden in JARA-HPC im Rahmen des ZUK II gefördert:

Ausgewählte Projekte mit Rechenzeit auf der JARA-HPC Partition

Seit 2012 nutzen Wissenschaftler der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich die JARA-HPC Partition zur Realisierung interdisziplinärer Forschungsprojekte.

Mehr als 50 solcher Projekte werden aktuell mit Hilfe der Rechnerkapazitäten der JARA-HPC Partition bearbeitet. 


Ausgewählte Projekte:

Cosmic-Ray Physics with the AMS experiment on the International Space Station

Regimes in turbulent non-premixed combustion

 

 

Eine Auswahl älterer Projekte der ersten Ausschreibungsphase (2012) sowie eine kurze Projektbeschreibung finden Sie hier.

 

 

Gründung der JARA-Institute


Am 1. April stand das SuperC der RWTH Aachen ganz im Zeichen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA). Vor rund 90 Zuhörern wurden die neuen JARA-Institute präsentiert, in denen Aachener und Jülicher Wissenschaftler zu drängenden Fragen unserer Zeit forschen werden. mehr

EU- und ERC-Förderung
Da die Fördermöglichkeiten unterschiedlicher Projektideen sehr vielfältig sind, ist es besonders wichtig, aus dem großen Angebot die passende Förderung für die eigene Forschungsidee zu finden. Einer möglichst persönlichen Beratung der Wissenschaftler kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Als EU-Forschungsreferentin unterstützt Andrea Stockero Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Beantragung von Projekten im Rahmen von Horizon 2020.
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