Aachen/Jülich, 19. Juni 2012 - Der JARA-FIT-Wissenschaftler Prof. Dr. Paul Kögerler erhält einen „ERC Starting Grant“ des Europäischen Forschungsrates (European Research Council ERC). Die Arbeit des Chemikers wird in den kommenden fünf Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Kögerler erhält das Geld für seine Forschung an Materialien für die Computer der Zukunft.

„Wir freuen uns sehr, dass Prof. Paul Kögerler nach Prof. Christoph Stampfer bereits der zweite JARA-FIT-Wissenschaftler ist, der im ERC-Wettbewerb der besten Nachwuchsforscher erfolgreich ist und einen „Starting Grant“ erhält“, sagt
Dr. Norbert Drewes, JARA-Generalsekretär.

Die „ERC Starting Grants“ ermöglichen exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern eigene Forschungsgruppen aufzubauen und ein herausragendes Projekt in der Grundlagenforschung durchzuführen. Ziel ist es, weltweit Spitzenforscherinnen und -forscher zu Beginn ihrer Karriere nach Europa zu holen und ihre Unabhängigkeit zu unterstützen. So werden sowohl junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefördert, als auch die Attraktivität des europäischen Forschungsraums gesteigert.

Prof. Paul Kögerler ist seit 2006 Universitätsprofessor für Anorganische Chemie an der RWTH Aachen und Gruppenleiter für molekularen Magnetismus am Peter Grünberg Institut (Institutsbereich Elektronische Eigenschaften) des Forschungszentrums Jülich. Er beschäftigt sich mit molekularen Magneten, die als zukünftige zentrale Bestandteile von Transistoren die Mikroelektronik revolutionieren sollen. Sie haben einen äußerst niedrigen Energieverbrauch und bieten hochkomplexe Schaltfunktionen, die mit der herkömmlichen Halbleitertechnik nur sehr aufwendig umgesetzt werden können. Grundlage dieser Eigenschaften ist die gemeinsame Nutzung der magnetischen und elektronischen Quantenzustände eines einzelnen magnetischen Moleküls.

„Mit dem Projekt ‚Synthetic Expansion of Magnetic Molecules Into Spintronic Devices’ (MOLSPINTRONI) setzen wir am technischen Knackpunkt dieser molekularen Spinelektronik an – der exakten Kontaktierung des Moleküls“, erläutert Prof. Kögerler. „Wir nutzen hierzu besonders stabile magnetische Metalloxid-Nanomoleküle, an deren Oberfläche die Kontakte mit sowohl leitenden wie nichtleitenden Grenzflächen mit atomarer Präzision aufgebaut werden können.“

Dieses Ziel verfolgt Kögerler im Rahmen der Jülich Aachen Research Alliance in der Sektion FIT (Fundamentals of Future Information Technology) in enger Kooperation mit mehreren Gruppen am Peter Grünberg-Institut des Forschungszentrums Jülich und an der RWTH Aachen.

Weitere Informationen:


Ansprechpartner:

Dr. Norbert Drewes
Generalsekretär der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) 
Tel. +49 2461 61-1814 
Fax +49 2461 61-1816
E-Mail: n.drewes@jara.org

Gründung der JARA-Institute


Am 1. April stand das SuperC der RWTH Aachen ganz im Zeichen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA). Vor rund 90 Zuhörern wurden die neuen JARA-Institute präsentiert, in denen Aachener und Jülicher Wissenschaftler zu drängenden Fragen unserer Zeit forschen werden.

EU- und ERC-Förderung
Da die Fördermöglichkeiten unterschiedlicher Projektideen sehr vielfältig sind, ist es besonders wichtig, aus dem großen Angebot die passende Förderung für die eigene Forschungsidee zu finden. Einer möglichst persönlichen Beratung der Wissenschaftler kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Als EU-Forschungsreferentin unterstützt Andrea Stockero Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Beantragung von Projekten im Rahmen von Horizon 2020.
JARA-Newsletter
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