JARA-FIT Institute

Zur Verstetigung der Kooperation zwischen Aachen und Jülich auf dem Gebiet der Informationstechnologie und zur Festigung der strategischen Weiterentwicklung wurden die JARA-FIT Institute gegründet.

Durch eine gemeinsame Bewirtschaftung vorhandener sowie eine gemeinsame Planung und Beantragung/Beschaffung zukünftiger Infrastruktur wird einerseits der wissenschaftliche Output der bestehenden Konfiguration gesichert und gesteigert, als auch perspektivisch das Potential zur Realisierung von Großprojekten optimiert und gefestigt.

Die JARA-Institute sind kollegial geleitete Institute. Die Institutsleiter der Institute sind JARA-Professoren.


JARA-FIT Institut „Energy-efficient information technology (Green IT)“
Zukünftige Chips benötigen innovative Materialien und Strukturen, um den Hunger nach mehr Rechenleistung zu stillen und gleichzeitig den Energieverbrauch pro Rechenoperation drastisch zu senken. Die Energieeffizienz wird damit zur treibenden Kraft der Technologieentwicklung. Das JARA-FIT Institut „Energy-efficient information technology (Green IT)“ ist dieser Aufgabe gewidmet. Die Idee ist, „ultra-low power logic“ mit energieeffizienten Speichermedien im Nanometerbereich zu kombinieren.

Für diese Aufgabe kann auf das interdisziplinäre Know-how und die herausragende Expertise der JARA-Wissenschaftler gesetzt werden. Das Know-how reicht von detailliertem Wissen auf dem Gebiet des Designs von Halbleiter Hetero- und Nanostrukturen, über hochenergieeffiziente, memristive Materialien bis hin zu hervorragender Kenntnis im Bereich der Signalverarbeitung und von Kreislaufkonzepten. Die JARA-Professoren des Instituts Green-IT arbeiten unter anderem daran, Transistortechnologien und Speicherkonzepte zu verbinden oder die Funktionalität von Halbleiterchips, durch die Weiterentwicklung von Phasen-Wechsel-Materialien und redox-basierten Übergangsmetall-Oxiden, zu steigern.

Gründungsdirektoren des JARA-FIT Instituts Green-IT
Prof. Detlev Grützmacher
Prof. Rainer Waser
Prof. Matthias Wuttig
Weiteres Gründungsmitglied:
Prof. Tobias Noll


JARA-FIT Institut „Quantum Information (QI)"
In vielen Bereichen gibt es Rechenaufgaben, die herkömmliche Computer nicht lösen können, da sich mit der Problemgröße der Rechenaufwand exponentiell erhöht. Ein Beispiel für eine solche Aufgabe ist das Zerlegen von Primzahlen. Quantencomputer sind, im Gegensatz zu herkömmlichen Rechnern, prädestiniert solche Aufgaben zu lösen. Die JARA-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler des JARA-Instituts QI forschen in verschiedenen Bereichen, um die Entwicklung eines Quantencomputers zu realisieren. Halbleiter-Spin-Qubits stehen dabei im Fokus, da sie vielversprechend für die Quanteninformationsverarbeitung sind.

Die zentrale Herausforderung für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Aachen und Jülich liegt neben der längeren Aufrechterhaltung der Quantenzustände der Qubits, um damit Algorithmen ausführen zu können, in der Erhöhung der Anzahl miteinander verschränkter Qubits. Denn ein einsatzfähiger Quantencomputer wird Millionen von miteinander verknüpfter Qubits benötigen, um die ihm gestellten Aufgaben lösen zu können.

Gründungsdirektoren des JARA-FIT Instituts QI
Prof. Hendrik Bluhm
Prof. David DiVincenzo

Gründung der JARA-Institute


Am 1. April stand das SuperC der RWTH Aachen ganz im Zeichen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA). Vor rund 90 Zuhörern wurden die neuen JARA-Institute präsentiert, in denen Aachener und Jülicher Wissenschaftler zu drängenden Fragen unserer Zeit forschen werden.

EU- und ERC-Förderung
Da die Fördermöglichkeiten unterschiedlicher Projektideen sehr vielfältig sind, ist es besonders wichtig, aus dem großen Angebot die passende Förderung für die eigene Forschungsidee zu finden. Einer möglichst persönlichen Beratung der Wissenschaftler kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Als EU-Forschungsreferentin unterstützt Andrea Stockero Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Beantragung von Projekten im Rahmen von Horizon 2020.
JARA-Newsletter
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