Das Projekt Energy oriented Center of Excellence (EoCoE), gesprochen “ECO”, ist ein von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon 2020-Aufrufs „e-Infrastructures“ gefördertes Forschungsprojekt. Das Ziel des europäischen Forschungsnetzwerks ist es, Europas Führungsrolle im Hochleistungsrechnen zu stärken und den Übergang zu einer verlässlichen Energieversorgung mit geringem CO2-Verbrauch zu beschleunigen.

Das Institut für Angewandte Geophysik und Geothermische Energie beschäftigt sich mit dem Arbeitspaket Water4Energy“. Hierfür stellt das durch JARA-ENERGY Mitglied Prof. Christoph Clauser geleitete Institut Expertisen im Bereich Geothermie bereit. Es wird ein hochaufgelöstes dreidimensionales Wärmetransport- und Strömungs-Modell des Untergrundes in einem Teil der Niederrheinischen Bucht um die Stadt Geilenkirchen erstellt. Die numerischen Simulationen werden mit dem institutseigenen Programm SHEMAT-Suite durchgeführt, das parallelisiert und für die Berechnung großer Modelle und den Umgang mit stochastischen Reservoir-Eigenschaften ausgelegt ist. Damit sollen die natürliche Grundwasserströmung und der Wärmetransport sowie deren Unsicherheiten in Abhängigkeit stochastischer Variationen der Gesteinseigenschaften untersucht werden.

Im nächsten Schritt steht die Untersuchung der optimalen Auslegung geothermischer Anlagen für den neu geplanten Stadtteil Geilenkirchen-Neuteveren auf Basis eines realistischen Heiz- und Kühlbedarfs im Fokus. Die Simulationen ermöglichen es, verschiedene Szenarien zur Wärme- und Energieversorgung des Stadtteils mit Geothermie zu testen. Diese Simulationsergebnisse werden eine Fallstudie für die Nutzung geothermischer Energie in Stadtteilen darstellen und können als Vorlage für Regionen mit ähnlichen geologischen, hydrogeologischen und geothermischen Gegebenheiten dienen und Handlungsempfehlungen für die Nutzung geothermischer Energie im zukünftigen Energiemix bieten.
Das Forschungsprojekt wird von 01.10.2015 bis 30.09.2018 durch die Europäische Union im Horizon 2020 Programm gefördert.

Weitere Informationen stehen auf der Website des Forschungsprojektes EoCoE zur Verfügung.
Darüber hinaus bietet die Stadt Geilenkirchen ebenfalls einen Überblick über das Projekt auf der Website der Stadt an.

Gründung der JARA-Institute


Am 1. April stand das SuperC der RWTH Aachen ganz im Zeichen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA). Vor rund 90 Zuhörern wurden die neuen JARA-Institute präsentiert, in denen Aachener und Jülicher Wissenschaftler zu drängenden Fragen unserer Zeit forschen werden.

EU- und ERC-Förderung
Da die Fördermöglichkeiten unterschiedlicher Projektideen sehr vielfältig sind, ist es besonders wichtig, aus dem großen Angebot die passende Förderung für die eigene Forschungsidee zu finden. Einer möglichst persönlichen Beratung der Wissenschaftler kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Als EU-Forschungsreferentin unterstützt Andrea Stockero Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Beantragung von Projekten im Rahmen von Horizon 2020.
JARA-Newsletter
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