Energietechnologien optimieren und entwickeln

Die Bereitstellung einer nachhaltigen, d.h. effizienten, ressourcenschonenden, umweltverträglichen und sicheren Energieversorgung stellt eine der maßgeblichen und aufgrund der globalen Entwicklungen in ihrer Bedeutung stetig zunehmenden gesellschaftlichen Aufgaben der Zukunft dar.

In JARA-ENERGY sind die derzeit fast 50 Mitglieder mittels komplementärer Nutzung ihrer Kompetenzen und Forschungsinfrastruktur auf dem Gebiet der Energieforschung tätig. Ziel ist es, Energietechnologien und -systemlösungen sowohl entlang und System- und Wertschöpfungsketten als auch in übergreifenden Querschnittsfragestellungen und von den Grundlagen bis zur fertigen Anwendung zu erforschen, zu optimieren oder neu zu entwickeln.

Die Arbeitsgebiete von JARA-ENERGY sind Aufgaben auf dem Gebiet der Energieforschung, in denen gemeinsame Forschungsinteressen vorhanden sind und in denen durch die Kooperation ein wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und forschungsstruktureller Mehrwert erzeugt wird. Derzeit sind dies vor allem: Kraftwerkstechnik und neue Kraftwerkstechnologien; Elektrochemische Energietechniken; Wandlung, Transport und Speicherung der Energie; Mobilität; Erneuerbare Energien; Nukleare Energietechniken; Werkstoffe sowie Energiesystemanalyse und -wirtschaft.

JARA-ENERGY Seed Funds

Im Rahmen der sektionsinternen Forschungförderung werden derzeit folgende Projekte durch Seed Funds finanziell unterstützt:

Reduktion des Reibungswiderstands externer Strömungen

Seit dem Beginn des Jetzeitalters war die Reduktion des Treibstoffverbrauchs immer ein zentrales Ziel des Flugzeugbaus. Ein Verkehrsflugzeug für Mittel- und Langstrecken verbringt heute etwa 98% seiner Betriebszeit im Reiseflug, bei dem Machzahlen von bis zu 0,85 erreicht werden. Der Treibstoffverbrauch eines Verkehrsflugzeugs kann also abgesehen von effizienteren Triebwerken in erster Linie durch eine weiter verbesserte Aerodynamik im transsonischen Reiseflug sowie den Einsatz neuer Materialien für eine weitere Reduktion des Strukturgewichts gesenkt werden. Die aerodynamische Leistungsfähigkeit eines Luftfahrzeugs wird allerdings grundlegend durch den Zustand der Grenzschicht bestimmt. Der Reibungswiderstand zukünftiger Verkehrsflugzeuge ließe sich daher noch einmal umfassend verringern, wenn es möglich wäre, turbulente Grenzschichten bei hohen Flug-Reynoldszahlen mit geringem Energieaufwand zu beeinflussen.

Vollkeramische Turbinenschaufel

In dem Vorhaben sollen die Perspektiven für die gezielte Entwicklung einer vollkeramischen Turbinenschaufel für eine Anwendung oberhalb 1400oC ermittelt werden. Damit wäre eine höhere Turbineneintrittstemperatur erreichbar, die zusammen mit einer deutlichen Reduzierung des Kühlluftbedarfs einen weiteren signifikanten Anstieg des Wirkungsgrades einer Gasturbine ermöglicht.

Das untersuchte Verbundwerkstoffkonzept besteht aus einer dreidimensionalen textilen Verstärkungsstruktur aus keramischen Fasern und einer Keramikmatrix.

 

 

Eigenschaften keramischer Membranmaterialien zur CO2-Abtrennung

Ein vielversprechender Ansatz für die technische CO2-Abtrennung bei Kraftwerken ist der Einsatz von Membranen. Beim Oxyfuel Prozess beispielsweise wird mit Mischionen leitenden Perowskiten die Sauerstoffkonzentration in der Verbrennungsluft erhöht. Die Untersuchung der Langzeitstabilität und der Degradationsmechanismen der Membranen spielt für den Anwendungsfall eine zentrale Rolle.

Das hier vorgestellte Projekt hat zum Ziel, ein grundlegendes Verständnis für die in Experimenten bereits beobachteten Phänomene zu erreichen und zu einer Modellvorstellung zu gelangen. Thermochemische- und thermomechanische Eigenschaften sollen hier mithilfe von ab initio Berechnungen bestimmt werden.

 

Untersuchungen zur Stabilität von gemischtleitenden Funktionsmaterialien für Membrananwendungen in der ... 

Funktionsmaterialien für Technologien im Energie- und Kraftwerksbereich, wie z.B. Brennstoffzellen oder keramische Membranen für die Abtrennung von Sauerstoff aus Luft, sind im Betrieb einem chemischen Gradienten unterworfen, der als treibende Kraft für den Transport einer Komponente aus der Gasphase (z.B. Sauerstoff oder Wasserstoff) dient.

So wird bei Gasseparationsmembranen das Membranmaterial auf der Retentat- und Permeatseite jeweils strömenden Gasen zum An- und Abtransport der zu trennenden Gaskomponente ausgesetzt.

Unabdingbare Voraussetzung für den langfristigen Einsatz dieser Technologien ist die chemische Stabilität der Materialien unter Prozessbedingungen. Insbesondere bei Hochtemperaturanwendungen wie der oxidkeramischen Brennstoffzelle (SOFC) und der dichten keramischen Sauerstofftrennmembran, stellt die Korrosion der eingesetzten oxidkeramischen Materialien ein großes Problem dar. Dabei sind verschiedene Mechanismen denkbar:

Theoretische Grundlagenuntersuchungen für dynamische Flugtriebwerke

Für den Luftverkehr wird bis zum Jahr 2020 eine Verdoppelung der Passagierkilometer erwartet. Gleichzeitig wird angestrebt, die CO2-Emissionen um 50% und den Treibstoffverbrauch der Triebwerke um 20% zu senken. Dadurch ergibt sich ein großer Innovationsbedarf. In dem Projekt „Theoretische Grundlagenuntersuchungen für dynamische Flugtriebwerke„ sollen Grundlagen erforscht werden, um Flugtriebwerke und ihre Herstellung effizienter, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu machen.

Neue Leitung für die GRS

Die German Research School for Simulation Sciences steht ab sofort unter neuer Leitung. Prof. Marek Behr tritt die Nachfolge von Prof. Heiner Müller-Krumbhaar als Präsident an. Zum Vizepräsident wurde Dr. Norbert Drewes ernannt.
GRS Homepage

Konferenzankündigung
JARA-FIT
nanoelectronics days 2010

04.-07. Oktober 2010 in Aachen
JARA-BRAIN Broschüre
Die JARA-BRAIN Broschüre gibt einen Überblick über die vielfältigen Forschungsaktivitäten der Hirnforschungsallianz.
RWTH Jahresbericht
Im Jahresbericht 2009 der RWTH Aachen wird die Jülich Aachen Research Alliance präsentiert.