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Die Neurowissenschaften adressieren zentrale Fragen mit hoher Relevanz für die Menschheit. Als Grundlagenwissenschaft erarbeiten sie ein Verständnis der Funktionsweise des hoch komplexen Organs „Gehirn“. Im klinischen Kontext beschäftigen sie sich mit dem Verständnis, der Vorhersage und der Therapie von Erkrankungen des Gehirns, wie z.B. psychischen Erkrankungen.

Durch massive methodische Weiterentwicklungen in den letzten Jahren stehen die Neurowissenschaften als Disziplin an der Schwelle zu einer neuen Erkenntnisebene. Moderne Computer ermöglichen die Simulation von einfachen Funktionsweisen des Gehirns, erlauben aber erstmals auch die systematische Verarbeitung großer Datenmengen zum Beispiel. zu psychischen Erkrankungen, um möglicherweise ganz neue Sichtweisen auf Hirnerkrankungen zu erlauben.

Der JARA-BRAIN Wissenschaftler und Juniorprofessor Dr. Dr. Danilo Bzdok, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, hat mit seinem Kollegen Thomas Yeo aus Singapur einen Artikel veröffentlicht, in dem er die Chancen und Risiken dieses Entwicklungsschrittes skizziert und ein grundlegendes Verständnis für die Möglichkeiten moderner statistischer Verfahren in den Neurowissenschaften vermittelt.

Prof. Bzdok, der auch in dem von RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich gemeinsam gegründeten JARA Institut „Structure function relationship“ aktiv ist, legt damit wesentlich methodische Grundlagen, um Erkenntnisse aus rechnergestützten Big Data schnell in klinisch relevantes Wissen zu überführen. Der Artikel erscheint zeitnah in der Zeitschrift Neuroimage und ist vorab auf der Seite Sciencedirect kostenlos online erhältlich.

Gründung der JARA-Institute


Am 1. April stand das SuperC der RWTH Aachen ganz im Zeichen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA). Vor rund 90 Zuhörern wurden die neuen JARA-Institute präsentiert, in denen Aachener und Jülicher Wissenschaftler zu drängenden Fragen unserer Zeit forschen werden.

EU- und ERC-Förderung
Da die Fördermöglichkeiten unterschiedlicher Projektideen sehr vielfältig sind, ist es besonders wichtig, aus dem großen Angebot die passende Förderung für die eigene Forschungsidee zu finden. Einer möglichst persönlichen Beratung der Wissenschaftler kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Als EU-Forschungsreferentin unterstützt Andrea Stockero Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Beantragung von Projekten im Rahmen von Horizon 2020.
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