Transatlantische Kooperation: Prof. Dr. Dirk Feldmeyer (li.) und Prof. Ted Abel

Professor Ted Abel, Director Biological Basis of Behavior Program an der renommierten amerikanischen University of Pennsylvania (PENN), verbringt derzeit einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt am Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen. Der Wissenschaftler arbeitet an spezifischen Mausmodellen zu Autismus, Schizophrenie und Schlafstörungen.

Die international anerkannte Expertise bei der elektrophysiologischen und morphologischen Untersuchung von neuronalen Schaltkreisen in der Arbeitsgruppe des JARA-BRAIN Wissenschaftlers Prof. Dr. Dirk Feldmeyer war für Ted Abel ausschlaggebend, einen Forschungsaufenthalt in Deutschland zu verbringen. In Jülich ist der amerikanische Wissenschaftler insbesondere an der Erforschung der synaptischen 

Transmission mittels der im Labor von Dirk Feldmeyer gängigen Technik der elektrophysiologischen Doppelableitung von synaptisch gekoppelten Neuronen interessiert.

Forscherduo beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Adenosin auf die synaptische Transmission zwischen Nervenzellen des Neokortex auswirkt

Zurzeit arbeiten Dirk Feldmeyer und Ted Abel an einem Projekt über die Auswirkung von Adenosin auf die synaptische Transmission zwischen Nervenzellen des Neokortex. Adenosin wird von Nerven- und Gliazellen freigesetzt. Seine Konzentration im Hirn steigt im Laufe des Tags und insbesondere nach Schlafentzug stark an. Adenosin bewirkt eine Hemmung von Nervenzellen durch eine Hyperpolarisation des Membranpotenzials, worauf wahrscheinlich auch die schlaffördernde Wirkung von Adenosin beruht. Ein Antagonist des Adenosins ist das Koffein, welches Adenosin-Rezeptoren blockiert.

Enge Kooperation im Rahmen des Internationalen Graduierenkollegs 1328 "Schizophrenia and Autism"

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der University of Pennsylvania, des Universitätsklinikums Aachen und vom Forschungszentrum Jülich kooperieren seit Jahren eng im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs 1328 „Schizophrenia and Autism“. IRTG-Studierende haben unter anderem die Möglichkeit, ein halbes Jahr an der renommierten University of Pennsylvania zu forschen. Professor Abel ist Mitglied des IRTG-Managing Boards. Am 20. Juli 2011 hält er einen Gastvortrag über „The Impact of Sleep Deprivation on Neuronal Function“ am Universitätsklinikum Aachen.

Energylandscape

Im Kooperationsprojekt zwischen RWTH Aachen und Forschungszentrum Jülich, der Jülich Aachen Research Alliance, wurde durch Mitarbeiter/Innen des E.ON Energy Research Centers eine umfassende Übersicht der Forschungskompetenzen von Instituten dieser beiden Einrichtungen für den Bereich der Energieforschung erarbeitet.

Mehr

Human Brain Project
JARA am europäischen Megaprojekt zur Simulation des menschlichen Gehirns beteiligt.
JARA-Newsletter
Ab sofort versenden wir regelmäßig unseren JARA-Newsletter. Nach dem Link finden Sie unser Archiv, in dem Sie zukünftig alle Ausgaben unseres Newsletters lesen können.