Über JARA

Jülich Aachen Research Alliance

JARA – Jülich Aachen Research Alliance

Kompetenzen bündeln – Zukunft gestalten: Seit 2007 gilt dieser Wahlspruch für die Jülich Aachen Research Alliance, kurz JARA. Denn in JARA bündeln die RWTH Aachen University und das Forschungszentrum Jülich ihre Expertisen. In dem deutschlandweit einzigartigen Modell überwinden die Partner das Nebeneinander von universitärer und außeruniversitärer Forschung und Lehre.

Die Allianz begründet dabei ein wissenschaftliches Umfeld, das international herausragend und für die besten Forscherinnen und Forscher attraktiv ist. Zugleich werden Forschungsmöglichkeiten erschlossen und Projekte verwirklicht, die den Partnern alleine verwehrt bleiben würden.

Die Kooperation bringt die disziplinäre Forschung an der RWTH mit der programmorientierten Forschung am Forschungszentrum Jülich zusammen. Aktuell stehen sechs Forschungssektionen im Mittelpunkt der JARA:

Die großen Herausforderungen der Gesellschaft stehen im Zentrum der Forschung innerhalb der Jülich Aachen Research Alliance. In den einzelnen Forschungssektionen werden daher die Themen Gesundheit, Energie und Information berücksichtigt. Die beiden Partner RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich verknüpfen dabei gezielt Forschungsfelder, in denen sich ihre jeweiligen spezifischen Kompetenzen wirkungsvoll ergänzen.

In JARA-BRAIN bringen Wissenschaftler aus Jülich und Aachen ihre Expertisen in medizinischer Bildgebung und klinischer Forschung zusammen und betreiben translationale Hirnforschung in Psychiatrie und Neurologie. Die Sektion JARA-ENERGY, nachhaltige Energieforschung, stellt ein höchst interdisziplinäres Konsortium zur Transformation des Energiesystems bereit.

Die Sektion JARA-FAME, Forces and Matter Experiments, hinterfragt das Geheimnis unserer Existenz, indem sie der Materie-Antimaterie-Asymmetrie im Universum auf der Spur ist. JARA-FIT, Fundamentals of Future Information Technology, erarbeitet neue Konzepte in der Informationstechnologie, während JARA-HPC, High Performance Computing, die Aachener und Jülicher Kompetenzen und Infrastrukturen im Hochleistungsrechnen sowie den Simulationswissenschaften bündelt. Die sechste Sektion JARA-SOFT, Soft Matter Science, ist der Erforschung und Entwicklung neuartiger intelligenter Materialien gewidmet.

Ergänzt und verstetigt werden die JARA-Sektionen seit 2016 durch JARA-Institute. Die JARA-Institute sind an der RWTH als fakultätsübergreifende Institute und am Forschungszentrum als Institutsbereiche gegründet und werden von JARA-Professoren kollegial geleitet. JARA-Professoren sind Instituts(bereichs)leiter am Forschungszentrum Jülich und gleichzeitig W3-Professoren an der RWTH Aachen.

Erste JARA-Institute wurden in den Sektionen JARA-BRAIN und JARA-FIT gegründet:

Über die reine Forschung hinaus erstreckt sich die Zusammenarbeit in JARA auch auf weitere Bereiche, um exzellente Bedingungen für die Wissenschaft zu schaffen. Infrastrukturen werden gemeinschaftlich beantragt und genutzt, der wissenschaftliche Nachwuchs wird gefördert und auf eine wissenschaftliche Karriere vorbereitet. Darüber hinaus werden Forscherinnen und Forscher durch maßgeschneiderte Services unterstützt.

In diesem integrativen Partnerschaftsmodell werden wissenschaftspolitische Strategien festgelegt und koordiniert. Gemeinsam werden Forschungsziele definiert, Investition getätigt sowie akademisches Personal berufen und ausgebildet. Derzeit sind über 190 ProfessorenInnen und InstitutsleiterInnen an JARA beteiligt. In den Instituten arbeiten rund 4.800 wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter. Das Finanzbudget beträgt ca. 500 Millionen Euro.