Neue Konzepte in der Informationstechnologie

Welche Alternativen gibt es zu den heutigen Computern, die auf Kristallen aus Silizium oder anderen Halbleitern basieren? Was ist – physikalisch gesehen – der kleinstmögliche Apparat, auf dem Rechenvorgänge ablaufen können? Gibt es ein Mindestmaß an Energie für Rechenoperationen?

Solche Fragen beschäftigen die Forscher von JARA-FIT. Das Kürzel „FIT“ steht dabei für „Fundamentals of Future Information Technology“ und beschreibt die Aufgabe, der sich die Wissenschaftler dieser JARA Sektion verschrieben haben:

Sie schaffen die Grundlagen für die Informations- technologie der Zukunft. Dazu loten sie zum einen die Grenzen der etablierten Siliziumtechnologie aus, etwa indem sie neue Chiparchitekturen entwerfen oder die Beweglichkeit der Ladungsträger erhöhen.

Zum anderen treiben die JARA-FIT-Forscher andere Konzepte für eine künftige Hardware voran. So entwickeln sie neue Materialien und Baupläne für Nano-Schaltkreise, nicht-flüchtige Speicher und Spinelektronik. Sie erforschen, wie sich Biomoleküle oder Quanteneffekte für die Informationsverarbeitung nutzen lassen.

In JARA-FIT arbeiten Physiker, Chemiker, Elektrotechniker, Maschinenbauer und Biologen aus 18 Instituten und Institutsbereichen der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich zusammen. Gemeinsam betreiben sie Einrichtungen wie das Ernst Ruska-Centrum in Jülich, das über die weltweit modernsten Elektronen- mikroskope der neuesten Generation verfügt und für die das ER-C die technologischen Grundlagen entwickelt hat.

Die international führende Rolle der JARA-FIT-Forscher hat eine lange Tradition, die nicht zuletzt durch den Nobelpreis für Physik an Professor Peter Grünberg im Jahr 2007 bestätigt wurde.

JARA Nachwuchspreise


Im Rahmen der Jülich Aachen Research Allianz (JARA) möchten das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen gemeinsam den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Hierzu vergibt das Forschungszentrum Jülich im Rahmen der JARA die Nachwuchspreise JARA Excellent Junior und Best Master.


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Human Brain Project
JARA am europäischen Megaprojekt zur Simulation des menschlichen Gehirns beteiligt.
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